Kürbis-Sellerie-Gratin
Dieses Kürbis-Sellerie-Gratin verbindet zwei Gemüse, die sich beim Backen gut ergänzen: Hokkaido bringt eine milde, leicht süßliche Note mit, Knollensellerie eine kräftig-würzige. Sahne, Milch und Bergkäse verbinden die Schichten zu einem herzhaften Ofengericht, wie es gut in die traditionelle Hausmannskost passt.
Entscheidend für ein stimmiges Ergebnis sind gleichmäßig dünne Gemüsescheiben und eine gut gewürzte Sahnemischung. So können Kürbis und Sellerie gemeinsam weich werden, während sich oben eine goldbraune Käsekruste bildet. Die Röstzwiebeln kommen erst beim Servieren dazu und setzen einen knusprigen Akzent.
Warum Kürbis und Sellerie gut zusammenpassen
Hokkaido muss für dieses Gratin nicht geschält werden. Nach dem Entfernen der Kerne und Fasern wird das Fruchtfleisch in Scheiben geschnitten. Sein mildes Aroma bildet einen angenehmen Gegenpol zum erdigen, würzigen Knollensellerie. Beide Gemüse behalten ihren eigenen Charakter, werden durch die Sahne aber zu einer gemeinsamen, herzhaften Ofenschicht.
Der Sellerie braucht besondere Aufmerksamkeit beim Schneiden: Sind seine Scheiben deutlich dicker als die Kürbisscheiben, werden die Gemüse möglicherweise nicht gleichzeitig gar. Gleichmäßig dünne Scheiben helfen, dass beides zusammen weich wird. Auch leichtes Überlappen beim Einschichten ist sinnvoll, denn so entsteht eine geschlossene Lage, die von der Sahnemischung erreicht werden kann.
Würzige Sahne und kräftiger Bergkäse
Sahne und Milch machen die Gemüseschichten saftig und verbinden die Aromen, ohne den Eigengeschmack von Kürbis und Sellerie zu überdecken. Knoblauch gibt der Mischung Würze; Salz, schwarzer Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss runden sie ab. Würze die Flüssigkeit gleichmäßig, damit sie sich beim Übergießen über die ganze Form verteilt.
Geriebener Bergkäse bringt einen kräftigen Geschmack und sorgt für die goldbraune Oberfläche. Verteile ihn über dem Gratin, statt ihn in die Sahnemischung einzurühren. Dadurch liegt die Käseschicht oben und kann beim Backen Farbe annehmen. Die Form wird zuvor gleichmäßig dünn mit Butter eingefettet, damit das Gemüse nicht am Rand festsetzt.

Woran du erkennst, dass das Gratin fertig ist
Eine goldbraune Oberfläche ist ein guter Hinweis, doch auch der Sellerie sollte sich leicht mit einem Messer einstechen lassen. Er ist der praktische Garprobe-Punkt: Lässt er sich noch nicht leicht durchstechen, braucht das Gemüse weitere Backzeit. Wird die Käseoberfläche schon vorher dunkel, decke die Form locker mit Backpapier ab. So kann das Gratin weiterbacken, ohne dass die Oberseite zu stark bräunt.
Die Sahne macht das Gericht cremig, während die Gemüsescheiben ihre Form behalten sollen. Schneide sie deshalb dünn, aber nicht so ungleichmäßig, dass einzelne Stücke viel früher weich werden. Nach dem Backen darf das Gratin kurz ruhen, damit sich die Schichten setzen. Streue die Röstzwiebeln erst danach darüber: So behalten sie ihren knusprigen Biss und ihre würzige Note.
Häufige Fragen
Warum soll der Sellerie gleichmäßig dünn geschnitten werden?
Gleichmäßige Scheiben garen verlässlicher zusammen mit dem Kürbis. Bleiben einzelne Selleriestücke deutlich dicker, können sie noch fest sein, während die übrigen Schichten bereits weich sind. Die leichte Messerprobe hilft dir, den Garzustand einzuschätzen.
Was mache ich, wenn der Käse zu dunkel wird?
Decke die Auflaufform locker mit Backpapier ab, wenn die Oberfläche schon dunkel wird, der Sellerie aber noch nicht leicht durchzustechen ist. So kann das Gemüse weiterbacken, während die Käsekruste vor zu starker Bräunung geschützt wird.
Wann kommen die Röstzwiebeln auf das Gratin?
Streue die Röstzwiebeln erst nach dem Backen über das Gratin. Auf der heißen Käseoberfläche bringen sie beim Servieren knusprige Würze. Würden sie schon mitgebacken, könnten sie weich werden und ihren knackigen Biss verlieren.
Kürbis-Sellerie-Gratin
Gang: HauptgerichtKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach4
Portionen20
Minuten50
Minuten425
kcal1
Stunde15
MinutenHokkaido und Knollensellerie werden abwechselnd in eine Auflaufform geschichtet und mit würziger Sahne und Bergkäse goldbraun gebacken. Röstzwiebeln sorgen beim Servieren für knusprige Würze.
Zutaten
- Für das Gratin
700 g Hokkaido-Kürbis
500 g Knollensellerie
10 g Butter für die Form
200 ml Sahne
150 ml Milch
2 Knoblauchzehen
1 TL Salz
½ TL schwarzer Pfeffer
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
100 g geriebener Bergkäse
30 g Röstzwiebeln
Zubereitung
- Den Backofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform von etwa 25 × 20 cm mit der Butter einfetten.
- Den Kürbis waschen, in Spalten schneiden und Kerne sowie Fasern entfernen. Das Fruchtfleisch in etwa 3 bis 4 mm dünne Scheiben schneiden. Den Sellerie schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.
- Sahne und Milch in einer Schüssel verrühren. Den Knoblauch schälen und dazupressen, dann Salz, Pfeffer und Muskatnuss unterrühren.
- Kürbis und Sellerie abwechselnd und leicht überlappend in die Form schichten. Die Sahnemischung gleichmäßig darübergießen und den Bergkäse darüberstreuen.
- Das Gratin 50 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und sich die Selleriescheiben mit einem Messer leicht einstechen lassen. Wird die Oberfläche vorher dunkel, die Form locker mit Backpapier abdecken.
- Das Gratin aus dem Ofen nehmen, die Röstzwiebeln darüberstreuen und 5 Minuten ruhen lassen.
Hinweise
- Die Röstzwiebeln erst nach dem Backen aufstreuen, damit sie knusprig bleiben. Schneide den Sellerie gleichmäßig dünn, damit er zusammen mit dem Kürbis in der angegebenen Backzeit weich wird.








