Kaninchen in Senfrahm mit Estragon und Hokkaido

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Kaninchen in Senfrahm ist ein herzhaftes Schmorgericht mit vertrauten, kräftigen Aromen. Grober Senf bringt Würze und eine feine Schärfe ein, während frischer Estragon der cremigen Sauce eine klare Kräuternote gibt. Geriebener Hokkaido fügt sich beim Garen teilweise in die Sauce ein und macht sie besonders sämig.

Damit das Gericht ausgewogen gelingt, kommt es vor allem auf eine gute Bräunung und sanfte Hitze an. So verbindet sich der Kürbis mit der Sauce, ohne dass das Kaninchen beim Schmoren trocken wird.

Warum Hokkaido die Senfsauce abrundet

Hokkaido passt mit seinem leicht süßlichen, milden Geschmack gut zu grobem Senf und Estragon. Fein gerieben verteilt sich der Kürbis gleichmäßig im Topf. Während des Schmorens wird ein Teil weich und bindet die Sauce auf natürliche Weise; einzelne Kürbisfasern können dabei sichtbar bleiben. Die Konsistenz wird deshalb sämig, aber nicht völlig glatt.

Die Schale bleibt am Kürbis, daher sollte er vor dem Reiben gründlich gewaschen und sorgfältig entkernt werden. Zwiebel ergänzt den Kürbis mit einer herzhaften Grundlage. Ein wenig Weizenmehl unterstützt die Bindung zusätzlich. Rühre es nach dem Anschwitzen gut unter, damit es sich mit dem Gemüse und der Butter verbindet und später keine trockenen Klümpchen in der Sauce bleiben.

Röstaromen aufbauen, ohne das Fleisch auszutrocknen

Tupfe die Kaninchenteile vor dem Würzen trocken. Feuchtigkeit auf der Oberfläche bremst die Bräunung, und die goldbraunen Stellen bringen kräftige Röstaromen in den Schmortopf. Brate die Stücke portionsweise an, damit sie ausreichend Kontakt zum heißen Topfboden haben. Liegen zu viele Teile zugleich darin, geben sie Feuchtigkeit ab und bräunen weniger gleichmäßig.

Nimm das Fleisch nach dem Anbraten heraus, bevor Zwiebel und Kürbis in Butter angeschwitzt werden. So können die Gemüsearomen im Topf entstehen, ohne dass das Kaninchen unnötig lange Hitze bekommt. Sobald Brühe und ein Teil des Senfs eingerührt sind, kommt es zurück in den Topf. Beim Schmoren sollte die Flüssigkeit nur sanft köcheln. Starkes Kochen kann das Fleisch austrocknen und die Sauce unnötig aufwühlen.

Kaninchen in Senfrahm mit Estragon und Hokkaido

Senf, Sahne und Estragon ausgewogen einrühren

Der Senf wird in zwei Schritten zugegeben: Ein Teil kommt zur Brühe, der Rest erst zusammen mit der Sahne. So bleibt die Würze präsent und lässt sich zum Ende hin gut abstimmen. Nach der Sahne sollte die Sauce offen nur sanft köcheln, bis sie cremig wirkt. Rühre dabei behutsam, damit die Kürbisbindung erhalten bleibt und die Kaninchenteile nicht zerfallen.

Estragon und Zitronensaft kommen zum Schluss dazu. Das frische Kraut würde bei langem Garen an Duft verlieren; der Zitronensaft setzt einen säuerlichen Gegenpol zu Sahne und Kürbis. Schmecke erst danach mit Salz und Pfeffer ab, denn Senf und Brühe bringen bereits Würze mit. Ist die Sauce kräftig und ausgewogen, passt sie geschmacklich zum zarten Fleisch, ohne dessen Aroma zu überdecken.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass das Kaninchen beim Schmoren zu stark kocht?

Die Flüssigkeit sollte nur leicht blubbern. Bei starkem Kochen bewegt sich die Sauce kräftig, und das Fleisch wird unnötig belastet. Reduziere die Hitze, sobald der Topf zugedeckt ist, damit die Kaninchenteile sanft garen können.

Warum wird der Hokkaido für die Sauce fein gerieben?

Fein geriebener Kürbis verteilt sich gleichmäßig und kann beim Schmoren teilweise zerfallen. Dadurch bindet er die Sauce mit, während etwas Struktur erhalten bleiben kann. Gröbere Stücke würden sich weniger gleichmäßig in die Senfsauce einfügen.

Wann kommen Estragon und Zitronensaft in den Topf?

Rühre beides erst gegen Ende unter, nachdem Sahne und der restliche Senf in der Sauce sind. So bleibt die Kräuternote frisch, und der Zitronensaft bringt einen ausgewogenen säuerlichen Akzent zu Kürbis und Sahne.

Kaninchen in Senfrahm mit Estragon und Hokkaido

Rezept von Helga
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Gang: HauptgerichtKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach
Portionen

4

Portionen
Vorbereitungszeit

20

Minuten
Garzeit

1

Stunde 

10

Minuten
Kalorien

600

kcal
Gesamtzeit

1

Stunde 

30

Minuten

Goldbraun angebratene Kaninchenteile schmoren in einer cremigen Senfsauce mit Estragon. Hokkaido-Kürbis zerfällt beim Garen teilweise und gibt der Sauce zusätzliche Bindung.

Zutaten

  • Für das Kaninchen
  • 1,2 kg Kaninchenteile, küchenfertig

  • 1 TL Salz

  • ½ TL schwarzer Pfeffer

  • 1 EL Rapsöl

  • 20 g Butter

  • 1 Zwiebel

  • 250 g Hokkaido-Kürbis

  • 1 EL Weizenmehl

  • 350 ml Hühnerbrühe

  • Für den Senfrahm
  • 200 ml Sahne

  • 2 EL grober Senf

  • 2 EL frischer Estragon, fein gehackt

  • 1 TL Zitronensaft

Zubereitung

  • Kaninchenstücke trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel schälen und fein würfeln. Hokkaido waschen, entkernen und mit Schale fein reiben.
  • Öl in einem großen Schmortopf erhitzen. Die Kaninchenteile darin portionsweise insgesamt etwa 10 Minuten rundum goldbraun anbraten, dann herausnehmen.
  • Butter in den Topf geben und Zwiebel sowie geriebenen Kürbis darin 4 Minuten anschwitzen. Mehl einrühren und 1 Minute mitrösten.
  • Brühe nach und nach einrühren und die Hälfte des Senfs dazugeben. Kaninchen zurück in den Topf legen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 50 Minuten sanft schmoren; die Stücke nach der Hälfte der Zeit wenden.
  • Sahne und restlichen Senf einrühren und die Sauce 5 Minuten offen sanft köcheln lassen. Estragon und Zitronensaft unterrühren, abschmecken und servieren.

Hinweise

  • Die Sauce während des Schmorens nur sanft köcheln lassen; so bleibt das Kaninchen saftig und der Kürbis kann sich gleichmäßig in der Sauce verteilen.

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