Putenrollbraten mit Kürbis-Maronen-Füllung
Ein Putenrollbraten mit Kürbis-Maronen-Füllung ist Hausmannskost, wie sie sonntags auf den Tisch gehört. Die zarte Putenbrust umschließt eine herzhafte Füllung aus Hokkaido, Zwiebel, Maronen, Semmelbröseln und Thymian, die beim Braten weich wird und dem Fleisch sein Aroma gibt.
Der Aufwand hält sich in Grenzen, doch auf drei Punkte kommt es an: eine nicht zu feuchte Füllung, eine gleichmäßig gebundene Rolle und eine Garprobe mit dem Thermometer statt nach Gefühl. Wer diese Punkte beachtet, bekommt einen saftigen Braten mit einer Soße, die nach Bratensatz schmeckt.
Fleisch und Füllung richtig vorbereiten
Lass dir die Putenbrust vom Metzger so aufschneiden, dass sie sich flach ausbreiten lässt. Ein gleichmäßig dickes Stück rollt sich sauber auf und gart gleichmäßig. Die Kürbiswürfel sollten klein geschnitten sein, damit sie zügig weich werden. Lass sie in der Butter Farbe nehmen, bevor Maronen, Semmelbrösel und Brühe dazukommen. Die Brösel binden die Feuchtigkeit; wird die Masse zu nass, läuft sie beim Aufrollen aus. Grob gehackte Maronen geben angenehme Bissen statt eines Breis. Die fein gewürfelte Zwiebel verteilt sich unauffällig in der Füllung, während die zweite Zwiebel mit der Möhre im Bräter für Aroma in der Soße sorgt.
Aufrollen, Binden und Anbraten
Lass am Rand rundherum einen schmalen Streifen frei, dann bleibt die Füllung beim Aufrollen im Inneren. Rolle straff, aber nicht zu fest, und binde das Küchengarn in gleichmäßigen Abständen. Zu locker gebunden löst sich der Braten im Ofen, zu fest gezogen drückt er die Füllung unnötig zusammen. Beim Anbraten geht es um Farbe: Brate die Rolle von allen Seiten, bis sie gleichmäßig gebräunt ist. Dieser Bratensatz ist die Basis der Soße, deshalb sollte er dunkel, aber nicht verbrannt sein. Zwiebel und Möhre kurz im Bratensatz zu wenden löst die Röstaromen vom Boden des Bräters.
Kerntemperatur, Ruhezeit und Soße
Die Garprobe entscheidet über Saftigkeit. Miss die Kerntemperatur sowohl im Fleisch als auch in der Mitte der Füllung, denn dort wird am ehesten zu früh aufgehört. Erreicht eine Stelle noch nicht die in der Rezeptkarte genannte Temperatur, gare in kleinen Schritten nach, statt lange zu warten. Nach dem Ruhen unter lockerer Abdeckung schneidest du den Braten, damit der Saft im Fleisch bleibt. Den Bratensatz durch ein Sieb zu gießen entfernt Röstreste, und Speisestärke mit kaltem Wasser glatt angerührt verhindert Klümpchen.
Häufige Fragen
Warum sollte die Füllung nicht zu feucht sein?
Eine feuchte Masse lässt sich schlecht aufrollen und tritt beim Garen seitlich aus. Die Semmelbrösel nehmen Flüssigkeit auf, deshalb ist ein sparsamer Umgang mit der Brühe wichtig. Lass den Kürbis vorher ausreichend braten, damit überschüssiges Wasser verdampft, und arbeite die Füllung zügig ein.

Woran erkenne ich, dass der Braten fertig ist?
Maßgeblich ist die Kerntemperatur, die du sowohl im Fleisch als auch in der Mitte der Füllung misst. Erst wenn beide Stellen den Wert der Rezeptkarte erreicht haben, ist der Braten fertig. Farbe und Druck allein reichen nicht, weil die Füllung innen länger braucht als die Oberfläche.
Wie verhindere ich Klümpchen in der Soße?
Rühre die Speisestärke vorher mit kaltem Wasser glatt, bevor sie in die Flüssigkeit kommt. Gib sie langsam unter Rühren hinein und lass die Soße anschließend nur so lange köcheln, bis sie sämig wird. Ist sie zu dünn, bringt ein kurzes Nachkochen mehr Bindung. Sieb den Bratensatz vorher, damit keine Röstreste stören.
Putenrollbraten mit Kürbis-Maronen-Füllung
Gang: HauptgerichtKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach4
Portionen25
Minuten1
Stunde30
Minuten540
kcal2
Stunden3
MinutenZarter Putenrollbraten wird mit Kürbis, Maronen und Kräutern gefüllt und im Ofen gebraten. Dazu gibt es eine einfache Soße aus dem Bratensatz.
Zutaten
- Für die Füllung
300 g Hokkaido-Kürbis, entkernt
1 kleine Zwiebel
15 g Butter
150 g gegarte Maronen
40 g Semmelbrösel
50 ml Geflügelbrühe
1 TL Thymianblättchen
½ TL Salz
1 Prise schwarzer Pfeffer
- Für den Rollbraten und die Soße
1 kg Putenbrust am Stück, vom Metzger zum Füllen aufgeschnitten
1 TL Salz
½ TL schwarzer Pfeffer
2 EL neutrales Öl
1 kleine Zwiebel
1 Möhre
300 ml Geflügelbrühe
2 TL Speisestärke
1 EL kaltes Wasser
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kürbis in kleine Würfel schneiden und die Zwiebel für die Füllung fein würfeln. Die Maronen grob hacken. Die zweite Zwiebel und die Möhre für den Bräter ebenfalls würfeln.
- Die Butter in einer Pfanne schmelzen und die fein gewürfelte Zwiebel darin 2 Minuten anschwitzen. Kürbiswürfel zugeben und 6 Minuten braten. Maronen, Semmelbrösel, 50 ml Geflügelbrühe, Thymian, ½ TL Salz und eine Prise Pfeffer einrühren und weitere 2 Minuten garen.
- Die Putenbrust flach ausbreiten und mit 1 TL Salz und ½ TL Pfeffer würzen. Die Füllung darauf verteilen, dabei rundherum einen kleinen Rand frei lassen. Das Fleisch von der kurzen Seite her aufrollen und mit Küchengarn in regelmäßigen Abständen binden.
- Das Öl in einem Bräter erhitzen und den Rollbraten rundherum insgesamt 8 Minuten kräftig anbraten. Herausnehmen, Zwiebel und Möhre in den Bräter geben und kurz im Bratensatz wenden. Den Rollbraten daraufsetzen und 300 ml Geflügelbrühe angießen.
- Den Braten im vorgeheizten Ofen 70 Minuten garen. Gegen Ende die Kerntemperatur im Fleisch und in der Mitte der Füllung prüfen. Falls eine der beiden Stellen noch keine 74 °C erreicht hat, den Braten in 5-Minuten-Schritten weitergaren und erneut messen.
- Den Rollbraten aus dem Bräter nehmen, locker abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Bratensatz durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen und aufkochen. Die Speisestärke mit dem kalten Wasser glatt rühren, einrühren und die Soße 2 Minuten köcheln lassen. Den Rollbraten aufschneiden und mit der Soße servieren.
Hinweise
- Küchengarn hält die Rolle beim Braten zusammen. Die Kerntemperatur sollte sowohl im Putenfleisch als auch in der Füllung mindestens 74 °C betragen.








