Schwäbische Springerle mit Anis
Schwäbische Springerle sind helle, feste Plätzchen, deren geprägtes Muster den besonderen Reiz ausmacht. Gemahlener Anis würzt den Teig, während Anissamen auf dem Blech für eine feine Duftnote sorgen. Damit das Relief beim Backen gut zu erkennen bleibt, kommt es neben dem Teig vor allem auf eine trockene Oberfläche an.
Die Rezeptkarte führt dich durch die Zubereitung. Hier findest du zusätzliche Orientierung zu den Zutaten, zur Beschaffenheit des Teigs und zu den Merkmalen, an denen du erkennst, ob die Springerle fürs Backen bereit sind. So kannst du kleine Abweichungen beim Arbeiten besser einordnen, ohne dich auf Mengen oder Zeiten außerhalb der Karte zu stützen.
Worauf es bei den Zutaten ankommt
Eier und Puderzucker bilden die Grundlage für einen feinen, hellen Teig. Beim Aufschlagen soll die Masse deutlich heller und dickcremig werden. Diese Beschaffenheit ist ein hilfreicher Anhaltspunkt: Sie zeigt dir, dass Eier und Zucker gründlich verbunden sind, bevor Anis und die in Milch gelöste Triebzutat dazukommen.
Gemahlener Anis verteilt seine Würze direkt im Teig. Die Anissamen liegen dagegen unter den Plätzchen auf dem Backpapier und gehören nicht in die Teigmasse. Weizenmehl Type 405 wird nach und nach eingearbeitet. So kannst du die Konsistenz beobachten, während ein glatter, fester Teig entsteht. Mehl für Fläche und Form verhindert, dass der Teig beim Ausrollen oder Prägen festklebt; verwende davon nur so viel, dass du gut arbeiten kannst.
Fester Teig und saubere Prägung
Der Teig soll glatt und fest sein, nicht weich oder schmierig. Knete ihn nur kurz, sobald sich die Zutaten verbunden haben. Zu langes Kneten ist hier nicht das Ziel: Entscheidend ist eine gleichmäßige Masse, die sich ausrollen lässt und beim Eindrücken der Springerleform ihre Kontur hält. Bleibt Teig an der Form hängen, hilft eine dünne Mehlschicht auf der Form.
Rolle den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche gleichmäßig aus. Eine einheitliche Dicke unterstützt ein ähnliches Backergebnis bei allen Stücken. Drücke die bemehlte Form fest genug ein, damit das Muster deutlich hervortritt, ohne den Teig zu zerreißen. Schneide die geprägten Stücke anschließend behutsam aus. Saubere Kanten und eine erkennbare Vertiefung geben dir schon vor dem Backen Hinweise darauf, ob die Prägung gelungen ist.

Trockene Oberfläche bewahrt das Muster
Die geprägten Plätzchen liegen auf den Anissamen und trocknen unbedeckt bei Raumtemperatur. Richte dich dabei nach der Dauer in der Rezeptkarte und prüfe anschließend die Oberfläche: Sie soll matt und trocken sein und sich nicht mehr klebrig anfühlen. Diese sichtbare Veränderung ist wichtiger als ein bloßer Blick auf die Uhr, denn Raumluft und Bedingungen können das Trocknen beeinflussen.
Sind die Stücke noch feucht oder klebrig, kann das Muster beim Backen weniger deutlich bleiben. Gib ihnen deshalb die nötige Trocknungszeit aus der Rezeptkarte, statt diesen Schritt zu überspringen. Auch beim Umsetzen solltest du vorsichtig sein, damit die geprägte Oberfläche nicht beschädigt wird. Die Anissamen bilden dabei die Unterlage auf dem Blech; Backpapier hält den Arbeitsbereich sauber und erleichtert das Herausnehmen.
Helle Oberseite und goldener Boden
Springerle sollen oben hell bleiben, während die Unterseite leicht goldgelb wird. Orientiere dich beim Backen genau an Ofeneinstellung, Einschub und Dauer aus der Rezeptkarte. Ein Blick auf beide Seiten hilft dir, die gewünschte Farbe einzuordnen: Die Oberseite ist kein Plätzchen, das rundum stark bräunen soll. Auf einem Gitter können die Stücke anschließend abkühlen, ohne dass die Unterseite direkt auf dem heißen Blech liegt.
Wenn die Unterseite bereits Farbe annimmt, die Oberseite aber hell ist, entspricht das dem beschriebenen Ergebnis. Werden die Stücke dagegen deutlich dunkler oder bleibt die Oberfläche beim Einschieben klebrig, prüfe die in der Rezeptkarte genannten Angaben und den Trocknungszustand. Für eine klare Prägung greifen mehrere Schritte ineinander: fester Teig, sorgfältiges Formen und eine matte, trockene Oberfläche vor dem Backen.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass die Springerle vor dem Backen trocken genug sind?
Die Oberfläche sollte matt wirken und sich trocken anfühlen, nicht mehr klebrig. Halte dich an die Trocknungsdauer in der Rezeptkarte und prüfe die Stücke zusätzlich mit diesem Merkmal. Sind sie noch feucht, kann das geprägte Muster beim Backen undeutlicher werden.
Was hilft, damit das Muster der Springerle deutlich bleibt?
Arbeite mit festem, glattem Teig, bemehle die Springerleform und drücke sie gleichmäßig in den ausgerollten Teig. Lass die geprägten Stücke anschließend unbedeckt trocknen, bis die Oberfläche matt und trocken ist. So bereitest du das Relief sorgfältig auf das Backen vor.
Wie sollen Springerle nach dem Backen aussehen?
Die Oberseite soll hell bleiben, der Boden leicht goldgelb werden. Vergleiche beide Seiten mit diesen Merkmalen und orientiere dich für Ofeneinstellung und Backdauer an der Rezeptkarte. Zum Abkühlen kommen die Springerle auf ein Gitter.
Schwäbische Springerle mit Anis
Gang: DessertKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach4
Portionen30
Minuten15
Minuten500
kcal13
StundenDiese traditionellen Springerle werden mit Anis gewürzt, geprägt und vor dem Backen an der Oberfläche getrocknet. So entstehen helle, feste Plätzchen mit einem leicht goldenen Boden.
Zutaten
- Teig
2 Eier (Größe M)
250 g Puderzucker
1 TL gemahlener Anis
½ TL Hirschhornsalz
1 EL Milch
250 g Weizenmehl Type 405
- Zum Formen und Backen
1 EL Anissamen
Mehl für die Arbeitsfläche und die Form
Zubereitung
- Teig
- Die Eier mit dem Puderzucker 8–10 Minuten hell und dickcremig aufschlagen. Den gemahlenen Anis unterrühren. Das Hirschhornsalz in der Milch auflösen und ebenfalls einrühren.
- Formen
- Das Mehl nach und nach einarbeiten und den Teig kurz kneten, bis er glatt und fest ist. Auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 1 cm dick ausrollen. Eine bemehlte Springerleform fest in den Teig drücken und die geprägten Stücke ausschneiden.
- Trocknen
- Die Anissamen auf ein mit Backpapier belegtes Blech streuen und die Springerle daraufsetzen. Unbedeckt mindestens 12 Stunden bei Raumtemperatur trocknen lassen, bis die Oberfläche matt und trocken ist.
- Backen
- Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springerle auf der mittleren Schiene 12–15 Minuten backen; die Oberseite soll hell bleiben und die Unterseite leicht goldgelb werden. Auf einem Gitter 15 Minuten abkühlen lassen.
Hinweise
- Die Oberfläche sollte vor dem Backen trocken und nicht mehr klebrig sein; so bleibt das geprägte Muster beim Backen deutlicher sichtbar.








