Sellerie aus der Salzkruste mit Kräuterbutter und Ofenkürbis
Knollensellerie aus der Salzkruste bringt kräftigen Geschmack und einen besonderen Anschnitt auf den Tisch. Die würzige Hülle hält die Knolle beim Backen zusammen; beim Öffnen kommt das zarte Innere zum Vorschein. Kräuterbutter schmilzt darauf und verbindet den Sellerie mit goldbraunem Hokkaido aus dem Ofen.
Der Kürbis bleibt dabei eine bodenständige Beilage, die gut zur herzhaften Sellerieknolle passt. Thymian, Petersilie, Schnittlauch und ein Spritzer Zitronensaft geben beiden Komponenten eine klare Kräuternote, ohne den Eigengeschmack zu überdecken.
Was die Salzkruste für den Sellerie leistet
Grobes Salz, Weizenmehl, Eiweiß und kaltes Wasser ergeben einen festen, formbaren Teig. Er soll sich um die Knolle legen lassen und an den Rändern zuverlässig schließen. Ist er zu bröselig, lässt er sich schwer zusammendrücken; wirkt er zu weich, hält er beim Umhüllen schlechter seine Form. Knete ihn deshalb so lange, bis eine geschlossene, gut handhabbare Masse entsteht.
Trockne den gründlich abgebürsteten Sellerie sorgfältig ab, bevor du ihn einpackst. Feuchtigkeit an der Oberfläche kann das Anlegen des Teigs erschweren. Achte beim Umhüllen darauf, dass keine Stelle offen bleibt und die Ränder fest zusammengedrückt sind. Die Kruste wird beim Backen sehr hart und ist nicht zum Mitessen gedacht. Öffne sie vorsichtig, etwa mit dem Rücken eines stabilen Messers, damit du an die Knolle gelangst.
Kräuterbutter: würzig, frisch und streichfähig
Weiche Butter lässt sich gut mit fein gehackter glatter Petersilie und Schnittlauch verrühren. Thymianblättchen, schwarzer Pfeffer und Zitronensaft ergänzen die Kräuter mit Würze und einer frischen Note. Hacke die Kräuter fein, damit sie sich gleichmäßig verteilen und beim Auftragen nicht in groben Büscheln zusammenliegen.
Die Butter soll weich genug zum Verrühren sein, aber ihre Form behalten. Ist sie sehr fest, verbinden sich Kräuter und Gewürze nur mühsam; ist sie zu flüssig, lässt sie sich schlechter auf dem aufgeschnittenen Sellerie platzieren. Gib sie auf die heiße Knolle, damit sie dort schmilzt und die Schnittflächen überzieht. So kommt ihr Aroma direkt mit dem Sellerie zusammen.

Hokkaido-Spalten gleichmäßig rösten
Entferne beim Schneiden die Kerne und Fasern aus dem Kürbis und achte auf möglichst gleichmäßige Spalten. So werden die Stücke im Ofen ähnlich gar. Olivenöl, Thymian, Salz und schwarzer Pfeffer sollen die Oberflächen benetzen und würzen, ohne dass sich viel Öl am Blech sammelt. Wende die Spalten während des Röstens, damit sie auf mehreren Seiten bräunen.
Die Spalten sind fertig, wenn sie weich sind und an den Rändern Farbe angenommen haben. Bleiben sie blass, fehlt die gewünschte Röstnote; sind sie noch fest, brauchen sie weiter Wärme. Der Kürbis kommt zeitversetzt in den Ofen, während der Sellerie weiterbäckt. Die genaue Temperatur und die Backzeiten stehen in der Rezeptkarte und helfen, beide Bestandteile passend fertigzustellen.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, ob der Salzkrustenteig die richtige Konsistenz hat?
Er sollte sich zu einer geschlossenen Masse kneten und um den Sellerie legen lassen. Bröseliger Teig hält beim Zusammendrücken schlecht; sehr weicher Teig lässt sich weniger zuverlässig formen. Entscheidend ist eine feste, formbare Konsistenz.
Kann ich die Salzkruste mitessen?
Nein. Die Kruste wird sehr hart und ist nicht zum Verzehr gedacht. Brich sie vorsichtig auf, zum Beispiel mit dem Rücken eines stabilen Messers, und nimm anschließend die Sellerieknolle heraus beziehungsweise schneide sie auf.
Wie werden die Hokkaido-Spalten gleichmäßig gar und gebräunt?
Schneide die Spalten möglichst gleichmäßig und entferne Kerne sowie Fasern. Vermische sie gründlich mit Olivenöl und den Gewürzen und wende sie beim Rösten. Sie sind fertig, wenn sie weich sind und an den Rändern gebräunt aussehen.
Sellerie aus der Salzkruste mit Kräuterbutter und Ofenkürbis
Gang: HauptgerichtKüche: DeutschSchwierigkeit: Einfach4
Portionen25
Minuten2
Stunden35
Minuten460
kcal2
Stunden25
MinutenEine ganze Knollensellerie wird in einer kräftigen Salzkruste gebacken und mit würziger Kräuterbutter serviert. Dazu kommen goldbraune Hokkaido-Spalten aus dem Ofen.
Zutaten
- Salzkruste und Sellerie
1,2 kg Knollensellerie
1,5 kg grobes Salz
450 g Weizenmehl Type 405
2 Eiweiß
300 ml kaltes Wasser
- Kräuterbutter
100 g weiche Butter
15 g glatte Petersilie
10 g Schnittlauch
1 TL Thymianblättchen
1 TL Zitronensaft
¼ TL schwarzer Pfeffer
- Ofenkürbis
800 g Hokkaido-Kürbis
1 EL Olivenöl
1 TL Thymianblättchen
½ TL Salz
¼ TL schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Vorbereitung
- Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Sellerie gründlich abbürsten, Wurzelansatz und Blattreste knapp abschneiden und die Knolle gut abtrocknen.
- Grobes Salz, Mehl, Eiweiß und Wasser zu einem festen, formbaren Teig verkneten. Den Teig auf Backpapier etwa 1 cm dick ausrollen, den Sellerie daraufsetzen und vollständig damit umhüllen. Die Ränder sorgfältig zusammendrücken.
- Für die Kräuterbutter Petersilie und Schnittlauch fein hacken und mit Butter, Thymian, Zitronensaft und schwarzem Pfeffer verrühren. Den Kürbis in Spalten schneiden, Kerne und Fasern dabei entfernen. Mit Olivenöl, Thymian, Salz und schwarzem Pfeffer mischen.
- Backen
- Den eingehüllten Sellerie auf einem Blech im vorgeheizten Ofen 120 Minuten backen.
- Nach 85 Minuten Backzeit den Kürbis auf einem zweiten Blech in den Ofen schieben und 35 Minuten rösten. Nach etwa 20 Minuten wenden; die Spalten sind fertig, wenn sie weich und an den Rändern gebräunt sind. Währenddessen bäckt der Sellerie weiter.
- Anrichten
- Sellerie aus dem Ofen nehmen und die Salzkruste vorsichtig aufbrechen. Die Knolle längs aufschneiden und die Kräuterbutter auf dem heißen Sellerie schmelzen lassen. Mit den Kürbisspalten servieren.
Hinweise
- Die Salzkruste ist sehr hart und wird nicht mitgegessen. Zum Öffnen eignet sich der Rücken eines stabilen Messers.








